* * * * * * Real Classic! , * * * * * Great Stuff! , * * * * Very Good! , * * * O.K. , * * Poor! , * Real Bullshit!

 

Update - 27. April 2012

 


Freitag, 27. April 2012


THE CHEFS - „Records & Tea: The Best Of The Chefs” CD

THE CHEFS
„Records & Tea: The Best Of The Chefs” CD
( Damaged Goods Records / The Chefs-Info , Release Date: 23. April 2012 )
The Chefs kamen damals Ende der 70er aus Brighton und sorgten fuer ein erstes musikalisches Aufsehen durch ihre Beitraege fuer den zweiten LP-Sampler „Vaultage 79 – Another Two Sides Of Brighton“ auf „Attrix Records“.
„You Get Everywhere“ und „Food“ waren zwei quicklebendige Post-Punk-Tracks, die auch JOHN PEEL zu Schaetzen wusste. Der spielte die Songs recht oft und gerne in seinem Programm und lud die Band nach einiger Zeit auch in die BBC-Studios ein, wo sie am 05. Mai 1981 ihre erste Session einspielten. Gute zehn Monate spaeter spielten sie Anfang Maerz eine zweite Session ein, diesmal allerdings schon unter ihrem neuen Bandnamen SKAT. Kurz darauf brach die Band auseinander und jeder ging seine eigenen musikalischen Wege.
Aber in der kurzen Zeit, wo man unter THE CHEFS unterwegs war, kamen einige beachtliche Fruehwerke des Post-Punk der zunehmend froehlicheren Art zusammen, die im Nachhinein durchaus an GIRLS AT OUR BEST, TV PERSONALITIES oder DISCO ZOMBIES erinnern.
Auf der CD sind 24 Tracks zu finden, u.a. ihre ersten beiden 7“inch-EPs, die beiden John Peel Sessions, sowie eine weitere Radio-Session, diesmal allerdings nicht fuer good old Peely, sondern fuer Richard Skinner. Hier wagten THE CHEFS sich an VELVET UNDERGROUND’s „Femme Fatale“ heran und brachten es dabei tatsaechlich fertig, den Klassiker in einer unglaublich beeindruckenden Version einzuspielen.
Kenner und Liebhaber der alten JOHN PEEL SHOWS werden mit dieser insgesamt wunderbaren CD-Aufarbeitung sicherlich ihre Freude an den vertrauten Klaengen von einst wieder entdecken.
Im Booklet findet man ein ausfuehrliches, relativ aktuelles Interview mit Gruendungs-Mitglied Helen McCookerybook. Hier erfaehrt man so einiges Wissenswertes, z.B., warum es die Band so schwer hatte, ein entsprechendes Publikum zu finden, in Zeiten, als gerade die zweite Punk-Welle ueber England mit seiner wesentlich haerteren Gangart hereinbrach.
( * * * * * )

 

Freitag, 30. Maerz 2012
 

SHAM 69 (featuring Jimmy Edwards) - „Dare To Win” MCD

SHAM 69 (featuring Jimmy Edwards)
„Dare To Win” MCD
( Only Fit For The Bin Records / Sham 69-Info , Release Date: 10. Oktober 2011 )

Im Jahre ’79 hatte Malcolm McLaren die fixe Vorstellung, die SEX PISTOLS mit aller Macht wieder auf die Beine zu stellen. Nun, Johnny Rotten + Sid Vicious standen logischerweise nicht mehr zur Verfuegung, da kam die Nachricht gerade zur rechten Zeit, als Jimmy Pursey kurz nach der Fertigstellung des dritten SHAM 69-Album „The Adventures Of The Hersham Boys“ verkuendigte, die Band zu verlassen. Mit im Schlepptau hatte Pursey seinen Bassisten Dave Treganna. Doch die SHAM PISTOLS, wie sich die neue Punkrock-Supergroup mit Stevie Jonesy und Paul Cookie nannte, kam nur auf einige wenige gemeinsame Arbeiten, auf der Buehne und im Studio. Danach trennten sich ihre Wege ganz schnell wieder. Jonesys Kommentar zu der Zusammenarbeit mit Pursey sagte damals alles: „It's worse than working with Rotten.“
Nun, waehrend dieser kurzen Durststrecke erfanden sich die zurueckgelassenen Mitglieder von SHAM 69 neu. Dave Parsons brachte seinen langjaehrigen Freund Jimmy Edwards (von MASTERSWITCH, siehe Interview) als neuen Saenger in die Band. Gemeinsam schrieben sie mit „Dare To Win“ und „Just Ordinary“ ihre ersten beiden neuen Songs. Doch bis ins Studio schafften sie es damals nicht, denn Pursey klopfte unerwartet wieder an der Tuer und wollte nach dem Fehlschlag der SHAM PISTOLS wieder einsteigen. Der neue Jimmy wurde vor die Tuer gesetzt, und der alte Jimmy platzierte sich wieder wie gewohnt vorm Mikro. Naja, dachte sich der Dave wohl, Hauptsache ein Jimmy in der Band! Wenig spaeter wurde aus „Dare To Win“ dann „Unite And Win“, und somit im Juni 1980 die zehnte Single der Band.
Bei einer Studio-Session in Essex im letzten Jahr trafen sich dann Dave Parsons und Jimmy Edwards wieder, um Versaeumtes nachzuholen, und spielten die beiden Songs ein, die dann im Oktober 2011 veroeffentlicht wurden. Wer dabei den Bass bediente und hinter dem Schlagzeug sass, kann ich allerdings anhand der Studio-Fotos nur erahnen. Es scheinen aber tatsaechlich Dave Treganna und Mark Cain oder Ricky Goldstein zu sein. Wie gesagt, ich bin mir nicht sicher.
Nun, mir liegt leider nur die Einspielung von „Dare To Win“ vor. Die ist nach mehrmaligem Anhoeren auch recht gut bei mir weggekommen, obwohl ich „Unite And Win“ im direkten Vergleich natuerlich viel besser finde.
Leider kann ich zum zweiten Song „Just Ordinary“ nichts schreiben, da die Promo-CD eben nur mit einem Track bestueckt wurde. Laut Dizzy, wollte das die Band so haben. Macht allerdings wenig Sinn bei einer Besprechung. Von anderer Stelle ist mir zugetragen worden dass gerade dieser voellig unbekannte Song richtig gut sein soll, der auch von CHELSEA haette stammen koennen. (Quelle: Incognito Records HP, danke Andy.)
( * * * + )


MUNG - „Off The Mark (A 7 Year Boil)” CD

MUNG
„Off The Mark (A 7 Year Boil)” CD
( Rodent Popsicle Records / Mung on MySpace , Release Date: 2002 )

Bei „facebook“ entdeckte ich den ehemaligen LAST STAND-Bassisten Tom Carnali. Nachdem wir miteinander verbunden waren, fragte ich ihn direkt aus, ob denn auch alle Songs damals von LAST STAND veroeffentlicht wurden. Er nickte virtuell mit dem Kopf und winkte mich durch. Schade. Auf meine Frage, ob er danach musikalisch noch einmal aktiv wurde, nickte er mir ein zweites Mal virtuell zu und versicherte mir, er wuerde mir Etwas zusenden. Er behielt Wort und so traf nach einiger Zeit diese CD hier ein. MUNG? Nie von gehoert. Egal, direkt rein in den Player und Toms Vorab-Info, dass es mehr in Richtung Hardcore gehen wuerde, sollte sich zum Teil bewahrheiten. Natuerlich bekam ich Anfangsschwierigkeiten, denn Hardcore aus Boston war noch nie mein Ding. Doch ich hab schon wesentlich Schlechteres aus dieser Richtung gehoert. Und so richtig uebelgelaunter HC ist es gluecklicherweise dann auch ueberhaupt nicht geworden.
Konnte sogar eine handvoll Songs fuer mich rausfiltern, die mich mit ihren Mid-Tempo Melodien ein wenig an New York’s BLACK TRAIN JACK erinnern, die auf ihrer ersten full-length aehnliche Songs vorzuweisen hatten. Aber auch FACE TO FACE kann man mit MUNG durchaus in Verbindung bringen.
„Fatty“ hat dabei die Nase ganz weit vorn. Super-Song! Dann folgen „Blacktop“, „Inside Out“, „Hope And Glory“, „Smelltime“, „John Doe“, „Sick Inside“ sowie das GERMS-Cover „Richie Dagger’s Crime“.
Insgesamt sind es dann in sieben Jahren 25 Songs geworden. Wobei es mit ihrer EP „Vow Of Poverty“ aus dem Jahre 1993 nur eine regulaere Veroeffentlichung gab. Die restlichen Songs stammen von verschiedenen Samplern und Studio-Demos, allesamt in Top-Qualitaet. Eine zeitlang spielte auch Ex-LAST STAND Gitarrist und Saenger Pete Mulford bei MUNG mit.
Im Nachhinein bin ich wirklich froh, dass ich auf das Angebot von Tom eingegangen bin, mir die CD zu zusenden. Im Gegensatz zu heute klang genau dieser Sound in den 90ern eben noch um einiges frischer und unverbrauchter.
In Verbindung koennt ihr mit Tom ueber die MySpace-Seite treten. Die CD gibt es fuer fuenf Dollar, plus Porto. Oder aber ihr schreibt Tom direkt ueber „facebook“ an.
( * * * * )
 

MIND THE GAP # 12 (Fanzine)
MIND THE GAP # 12 (Fanzine)
( Mind The Gap bei Facebook / Release Date: Februar 2012 )

Das „Mind The Gap“ ist mir aus der „3RD-Print“-Zeit natuerlich noch ein Begriff, denn ich habe damals mit dem Herausgeber immer fein die Hefte getauscht. Waehrend das „3RD“ 2004 den Bach runter ging, gab es das „Mind The Gap“ weiterhin in unregelmaessigen Abstaenden. Heute ist es dann soweit gekommen, das Heft nur noch einmal im Jahr erscheinen zu lassen, was ja eigentlich auch die bessere Alternative ist, als es komplett einzustellen. Auf diese brillante Idee bin ich damals natuerlich nicht gekommen, ansonsten wuerde es das „3RD“ vielleicht heute auch noch geben. SHIT, da hab ich nicht aufgepasst!
Die # 12 besticht erst einmal durch einen hervorragenden Druck auf Glanzpapier. 76 Seiten sind es geworden, wobei der Inhalt fuer mich keine neuen Entdeckungen enthuellen. Schade!
Hamburg geht eben auf Nummer sicher. Und setzt in Interviews auf Bands, die jeder kennt. Interviews mit TSOL, SWINGIN’ UTTERS oder THE GENERATORS lese ich durchaus ganz gerne, aber irgendwann wird es auch ein wenig langweilig, zumal ihre aktuellen Scheiben erschreckend blass ausgefallen sind.
CJ RAMONE, bei seinen kurzen „gnaedigen“ Antworten haette ich das Interview direkt aus dem Fenster geworfen. Und wenn der tausendmal Ramone mit Nachname heisst. Ist mir eine Spur zu cool, you know….
Zu BROILERS + ROCKO „Dorfpunk“ SCHAMONI, kein Kommentar!
EMILS + HEIMATGLUECK? Musik, die mich nicht interessiert.
Zu den Reiseberichten: Ich moechte hier keinem zu nahe treten. Sollen sie mal machen. Wenn es Spass macht. Ich kann es einfach nur nicht nachvollziehen wie man in der heutigen Zeit noch soviel Geld fuer so wenig Qualitaet ausgeben kann, was da mitunter auf solchen Festivals wie das „Rebellion“ oder „Ruhrpott Rodeo“ geboten wird. Aber Festivals waren ja noch nie mein Ding gewesen….. und ueberhaupt was geht es mich an, jeder setzt seine Prioritaeten natuerlich voellig anders.
Vom Schreibstil bleibt alles wie gehabt, gewohnt gut. Souveraen wie immer, der Captain, der sein Kutterboot sicher in den Hafen schippert. Einstand feiert Alt-Punker C. Schaub (CHSV), der mit seiner Schreibe den Unterhaltungswert erhoeht, aber ruhig noch ein wenig offensiver sein koennte, besonders bei den Platten-Kritiken.
( * * * + )


 

Mittwoch, 14. Maerz 2012

ANTI-FLAG - „ The General Strike” CD

ANTI-FLAG
„ The General Strike” CD
( Side One Dummy Records / Anti-Flag HP , Release Date: 17. Maerz 2012 )

Ein Album von ANTI-FLAG birgt jedes Mal brisant politische Hochspannung. In einem anderen Leben wuerden sie wahrscheinlich Geschichte an irgendeiner Eliteuniversitaet lehren oder in der Politik selbst ihr Glueck versuchen. Mir scheint es so, das sie mit jedem weiteren Album immer tiefer in den politischen Luegen-Sumpf aus Korruption und Willkuer eintauchen, um dann diese ungeheuerlichen Geschehnisse in ihren Songs einzeln zu thematisieren bzw. aufzuarbeiten.
Nun, ich mochte schon immer die unbeugsamen und unbequemen Punk-Bands, die sehr viel Wert auf ihre Texte legten. Das war damals bei THE CLASH und STIFF LITTLE FINGERS nicht anders gewesen. ANTI-FLAG haben gerade diese beiden Bands bei der eigenen musikalischen Herangehensweise immer schon fest im Visier gehabt. Gekoppelt mit den politischen Aussagen bleibt das immer noch die einzige Sprache, die wirklich kaempferisch, zornig und aufrichtig klingt. Von allen anderen herkoemmlichen Musikrichtungen, die Protestsongs je hervorbrachten, bleibt pUnK rOcK so wie ihn heute ANTI-FLAG auf die Buehne bringen der einzig ernst zunehmende Wegweiser. Fuer ein beispielsweise weinerliches „Give Peace A Chance“ sind die heutigen Zeiten einfach viel zu hart geworden.
Wenn man sich die Themenauswahl mal etwas genauer zu Gemuete fuehrt, wird einem im ersten Augenblick ganz anders. Der Song „This Is The New Sound“ kritisiert das kuerzlich verabschiedete US-Bundesgesetz NDAA (National Defense Authorization Act), indem man dem Militaer die Befugnisse ausgeweitet hat, um amerikanische Buerger und Auslaender auf Verdacht zeitlich unbegrenzt zu inhaftieren. Klingt zunaechst unglaublich, ist aber so! Die Zukunft ist laengst angekommen.
Ausserdem werden die Vorgaenge/Erlebnisse des arabischen Fruehlings 2011 im Song „The Ranks Of The Masses Rising“ und die der weltweiten #Occupy Bewegungen in „Nothing Recedes Like Progress“ verarbeitet.
Vom Sound und vom Text her ist auch bei diesem neuen ANTI-FLAG Album nicht viel dran auszusetzen.
Und wie bei jedem anderen Album auch, stechen ANTI-FLAG auch hier mit echten pUnKrOcK-Hymnen hervor. In diesem Fall sind das „The Neoliberal Anthem“ und „1915“.
ANTI-FLAG, eine (immer noch) junge Band mit Herz und Verstand. Protest pur!
( * * * * * + )

LONDON - „Reboot” CD
LONDON
„Reboot” CD
( Bin Liner Records / London-Info , Release Date: 13. Februar 2012 )

Wenn alte Bands sich noch einmal dazu entschliessen sollten, gemeinsam den Weg ins Studio anzutreten, um neues Material fuer eine Single oder gar todesmutig eine full-length einzuspielen, bekomme ich meist ein etwas flaues Gefuehl in der Magengegend. Denn wie oft ist man schon enttaeuscht worden, wenn man dann das fertige Werk gehoert hatte.
Bei LONDON allerdings verhaelt es sich voellig anders. Die haben im Studio ganze Arbeit geleistet und ein tolles Album auf die Beine gestellt. Das haette ich ihnen im Vorfeld keineswegs zugetraut, zu mal sie damals im Jahr 1977 aehnlich wie Bands like THE DRONES oder SUBURBAN STUDS agierten. Da lag ueber ihren Liedern zwar viel Licht, aber auch leider etwas Schatten. Aus heutiger Sicht koennte man darueber durchaus spekulieren, ob da vieles einfach zu unausgegoren wirkte. Aber egal, schieben wir mal die Vergangenheit dezent zur Seite und beschaeftigen uns lieber mit der gegenwaertigen Musik von LONDON.
Dizzy Detour hatte mich ja schon sozusagen „vorgewarnt“, das dieses Album richtig gut sein soll. Nun, zwei Wochen lang habe ich die CD nach dem ersten Hoeren mal ganz bewusst auf Eis gelegt und zu meiner Ueberraschung hatte sie sich fuer meinen Gehoergang keinen Deut verschlechtert. Das muss also in der heutigen Zeit eine gute Platte sein!
LONDON haben tatsaechlich das seltene Kunststueck vollbracht, nach ueber 34 Jahren einen mehr als nur geglueckten Anschluss an ihre erste LP „Animal Games“ zu finden.
Man merkt den insgesamt zehn Darbietungen sofort an, dass im Studio „richtig“ daran gearbeitet wurde. Nichts wurde dem Zufall ueberlassen, das hoert man schon allein daran, mit welcher Sorgfalt und Konzentration die Lieder aufgenommen wurden und schlussendlich am Mischpult behandelt worden sind. Hier ist definitiv nicht mit einer heissen Nadel gestrickt worden.
Von der 77er-Original-LineUp sind noch Saenger Riff Regan und Bassist Steve Voice uebrig geblieben. Riff’s Stimme war dabei sofort wieder zuerkennen. Das war ja damals gerade so einzigartig, dass die Bands, eben durch ihre Saenger einen praegenden Eindruck hinterliessen. Ein Andy Blade von EATER klang eben ganz anders als ein Wayne Barrett von SLAUGHTER & THE DOGS. Und auch ein Riff Regan hatte seine ganz eigne Stimmlage.
Zu meinen persoenlichen Favoriten gehoeren die ruhigeren Songs „Every Dog“ und „Standing Alone“, wobei ich „Every Dog“ noch eine ganze Ecke hoeher bewerten moechte. Die Musik klingt so zufrieden und irgendwie voellig in sich gekehrt. Harmonisch und wunderbar locker. Fuer einen Moment ist alles wieder in Ordnung. Thanks very much, LONDON!!!
Ich bin mir sicher, dass ich besonders diese beiden Songs auch noch in zehn Jahren mit grosser Begeisterung hoeren werde.
Ich haette mir gewuenscht, dass die Texte beiliegen, aber gut, man kann nicht alles haben. Somit wurde ich mit einer LONDON-Story und massenhaft Band-Photos entschaedigt.
( * * * * * + )
 

F-X - „...Now Where Were We?” CD
F-X
„...Now Where Were We?” CD
( Only Fit For The Bin Records / F-X-Info , Release Date: 11. Dezember 2012 )

Wieder einmal hat Dizzy Detour eine Band ausgegraben, dessen einzige Single mir zunaechst nicht viel sagte. Als die Vorankuendigung vom Label bei mir im eMail-Postfach lag, habe ich die Band erst einmal auf „YouTube“ ausfindig gemacht. Nachdem ich mir die Songs angehoert hatte, war ich doch ziemlich erstaunt. Nee, das sagte mir alles nichts, doch der Titelsong „Souths Gonna Rise Again“ und „Slag“, einer von den beiden B-Seiten, blieben sofort wohlwollend bei mir haengen.
In der Zwischenzeit hatte ich mir endlich einen USB-Kassettenrekorder zugelegt, um Songs, die ich vereinzelt nur auf Tape hatte auf meinem Computer zu digitalisieren. So arbeitete ich mich durch einen beachtlichen Haufen alter Tapes und stiess dann zu meiner Ueberraschung auf eine Kassette, wo der Song „Slag“ drauf war. Den hatte mir vor Dekaden mein damaliger alter Kumpel Jonny Anarcho (Namen von der Ein-Mann-Redaktion nicht geaendert!) mal von seiner Original-7inch aufgenommen. So kann es also leicht passieren, dass mit den Jahren der eine oder andere Song ungeachtet durch das Gitterrost fallen kann.
Zu dieser Veroeffentlichung gibt es uebrigens noch eine nette Geschichte dazu. Seit ueber 15 Jahren wollte das Label die Single samt einer Demo-Compilation raus bringen und war seitdem auf der Suche nach den Mitgliedern der Band. Das Label konnte ja nicht ahnen, dass die Namen der Bandmitglieder auf der Single falsch geschrieben waren und nicht der korrekten Aussprache gleichkamen. So verschickte man ungefaehr 100 Briefe innerhalb von England, an Empfaenger, mit eben diesem falschen Namen. Die Resonanz war natuerlich gleich null. Ausserdem wurden an die 50 Anzeigen u.a. in Musikzeitschriften ueber das ganze Land verteilt, geschaltet, um vielleicht auf diesem Weg etwas zu erfahren. Aber auch diese Aktion blieb erfolglos. Als man schon gar nicht mehr daran glaubte, die Scheibe offiziell veroeffentlichen zu koennen, kam praktisch aus dem Nichts ein Anruf, von Jemandem, der die Band noch kannte. Das Unglaubliche daran war, das die Band urspruenglich aus einem Ort stammte, der nur 30 Minuten von der Label-Office entfernt lag. So kam man mit dem Saenger und Gitarristen, Jon Burn in Kontakt, der auch noch einige Linernotes fuer das Booklet verfasste, wo man u.a. erfaehrt, das in der Zwischenzeit leider schon zwei Band-Mitglieder verstorben sind.
Die CD ist auf 300 Exemplare limitiert und beinhaltet die drei Songs der EP, plus sieben weitere Demo-Songs, aus einer Studio-Session in einer annehmbaren Qualitaet. Gecovert werden „Jenny“ von den LURKERS und „You’re Gonna Kill That Girl“ von den RAMONES. Der Hoehepunkt bleibt allerdings die Single, mit dem so typischen britischen pUnKrOcK-Anstrich der 70er.
( * * * * + )
 

THE ORANGE CARDIGAN - „Cassette Tape Recordings 1979-1982” CD
THE ORANGE CARDIGAN
„Cassette Tape Recordings 1979-1982” CD
( Only Fit For The Bin Records / Orange Cardigan-Info , Release Date: 28. November 2011 )

Ich glaube, dass ist das erste Mal, das ich fuer eine Veroeffentlichung von Dizzy Detour zwei Sternchen nur verteile. Wie kommts? Nun, ich kann mit dieser Band nicht wirklich was anfangen. „Post-Punk“ soll es sein, ok, kann ich mich durchaus drauf verstaendigen, geht dann aber leider eher in einer Richtung die mir noch nie sonderlich zugesagt hat. Die Jungs aus Essex waren damals von TELEVISION, MAGAZINE und PERE UBU massgeblich beeinflusst worden. Also, alle die damals schon ganz uebel abgenervt haben – mal abgesehen von MAGAZINE und einigen wenigen Songs – und meinten, sie waeren was Besseres, als unsere heissgeliebten Lumpen-Johnnys und Lumpen-Sidneys. Freunde wurden wir bestimmt nicht mehr in diesem Leben. So sehr ich mich auch bemuehe freundlich zu sein, ich kann einfach dem ganzen Treiben nichts Positives abgewinnen. Vielleicht noch der zweite Song „I’m In Love With My Telephone“, der zwar auf Dauer auch nervt, aber da schleppe ich mich bis zum Ende des Liedes noch so halbwegs durch. Aber ein zweites Mal moechte ich das nicht mehr auf meine Ohren bekommen.
Hab auch keine Ahnung, was sich Dizzy von solch einer Veroeffentlichung auf seinem Label verspricht, was ja ansonsten meist durch echte pUnKrOcK-Highlights glaenzt.
Ob das nun so unbedingt noetig war, die 30 Jahre alten Kassettenaufnahmen zu restaurieren? Fuer mich persoenlich, das war nichts!
( * * )
 

Montag, 06. Februar 2012

THE RAMONES - „Loco Live” DoCD-Boxset

THE RAMONES
„Loco Live” DoCD-Boxset
( Captain Oi! Records , Release Date: 06. Februar 2012 )

Anscheinend hat „Captain Oi!“ an dieser Release-Form richtig Gefallen gefunden. Denn nach den aufklappbaren Boxsets der U.K. SUBS + THE SKIDS gibt es nun in einem relativ kurzem Zeitabstand das RAMONES-Album „Loco Live“. Auf zwei CDs verteilen sich erstmalig alle 37 Tracks, die an zwei Tagen im Maerz 1991 in Barcelona aufgenommen wurden. Denn als das Album im Oktober 1991 auf „Chrysalis“ erschien, waren „nur“ 33 Tracks zu hoeren. Es fehlten „I Just Wanna Have Something To Do“, „Havana Affair“, „I Don’t Wanna Go Down To The Basement“ und „Carbona Not Glue“. Die wiederum erschienen dann 1992, als das Album auf “Sire” raus kam. Dafuer mussten vier andere Songs der „Chrysalis“-Version weichen. Wie dem auch sei, nun sind auf dieser Release alle Songs vereint. Dazu gibt es ein 12-seitiges Booklet mit Linernotes vom damaligen Tourmanager Monte A. Melnick, und obendrauf (immer noch) der aktuelle „Captain Oi!“-Katalog.
Im November 1989 sah ich die RAMONES in Oberhausen. Ihr Konzert gefiel mir nur bedingt. Denn ich kam mit dieser trashig wirkenden Spielweise nicht zurecht. Die Songs erkannte man erst, als schon die erste Strophe durch war. Auch beim ersten Refrain konnte man viele Songs nicht eindeutig voneinander unterscheiden. JOEY verschluckte dabei viele Worte oder gar komplette Zeilen. Wie sollte JOEY auch bei solch einem hoellischen HC-Tempo was JOHNNY, MARKY und Neuerwerb CJ vorgaben ueberhaupt noch mitkommen? Da blieb so einiges auf der Strecke.
Und genau dieses Problem bestand auch, als ich „Loco Live“ zwei Jahre spaeter bei einem damaligen Punker-Kumpel hoerte. Der Sound war mir persoenlich einfach viel zu schnell. Der sonst so fette Gitarren-Sound von JOHNNY und das Power-Schlagzeug von MARKY kamen ueberhaupt nicht mehr zu Geltung. JOEY hinkte hoffnungslos mit seinen Gesangsmelodien hinterher. Nein, dieses RAMONES-Album brauchte ich mir nicht zu kaufen.
Und nun nach 21 Jahren hoere ich das Album das erste Mal in einer komplett ueberarbeiteten Version. Die Soundqualitaet ist dadurch dichter, so als wenn alle ein wenig mehr zusammen gerueckt waeren um eine etwas musikalischere Einheit zubilden. Dadurch entsteht vielleicht der Eindruck, die Songs ein wenig frueher zu erkennen. Die viel zu hektische Spielweise, die die RAMONES sich im Laufe der Jahre zugelegt hatten, ist dabei natuerlich nicht wegzudenken. Bis zu ihrer Aufloesung blieben sie dieser Gangart auf der Buehne treu.
Ich frage mich allerdings schon seit dem Jahre 2001/2002, als die ersten acht Studio-Alben in der „expanded & remastered“ Version erschienen, warum „It’s Alive“ nicht gleich mit veroeffentlicht wurde. Scheiterte es etwa daran, das die Scheibe, als sie im Jahre 1979 raus kam, nur fuer den europaeischen Markt bestimmt war und erst in den 90ern in den USA veroeffentlicht wurde?
Denn meines Erachtens ist das „It’s Alive“-Album, was am 31. Dezember 1977 und am 1. Januar 1978 im Londoner „Rainbow“ aufgenommen wurde bis zum heutigen Tage das beste pUnK rOcK Live-Album ueberhaupt. Zu dem Zeitpunkt spielten die RAMONES natuerlich auch schon schneller, als auf ihren Studio-Alben, aber das war wirklich ein optimales Live-Tempo!
Vielleicht einer der naechsten Aufgaben vom „Captain Oi!“-Label? Das waers doch!
( * * * * )

 

Montag, 30. Januar 2012

THE DOGS - „Hypersensitive“ CD

THE DOGS
„Hypersensitive“ CD
( Detroit Records / The DoGs Facebook , Release Date: Januar 2012 )

Da ich von ihren Songs „You Can’t Catch Me!“ und „Punk Rock Holiday“ vom CD-Sampler „A Tale Of Rotten Orange” dermassen begeistert war, blieb ich mal einfach dran und nahm Kontakt zu der Band auf. Schliesslich stand eine aktuelle full-length kurz vor der Veroeffentlichung. Saenger/Gitarrist Loren Molinare war so nett und schickte mir sofort eine Copy raus. Gut eine Woche spaeter lag das gute Stueck bei mir im Briefkasten. Seitdem sind die DoGs bei mir schon verdammt oft in schoen hoher Lautstaerke gelaufen. Und werden bei jedem weiteren Hoeren besser! Das geschieht, wenn ueberhaupt nur noch alle Jubeljahre im Hause Real Shock, das eine Band mich so derart wegfegen kann.
Dabei war ich nie ein eingeschworener STOOGES/MC5-Hoerer gewesen. Denn genau dieser spezielle musikalische „Motor City“-Anstrich haben die DoGs seit ihrer Gruendung in den Siebzigern verinnerlicht und bleibt bis heute in ihrer Musik allgegenwaertig. Aber wo die STOOGES oder MC5 frueher in hemmungslosen Gitarren-Orgien abdrifteten, da behalten die DoGs auf „Hypersensitive“ den Ueberblick und so klingen ihre Songs nicht zu sehr nach ueberladenen Gitarren-Walls. Die musikalische Konstellation bietet demnach genuegend Raum um den „Sonic Reducer“-pUnKrOcK der DEAD BOYS einfliessen zu lassen.
Das DoGs-Album gibt zu keiner Sekunde Ruhe. Zu den Ausnahme-Reissern „You Can’t Catch Me!“ und „Punk Rock Holiday“ kommen noch einmal zehn neue Tracks dazu. Wobei der letzte Song, „Slash Your Face“ dem ewigen KBD-VinylJunkie natuerlich ein Begriff ist. Damals 1978 war das ihre erste Single! Hier nun eine Neueinspielung, die der alten Version in Nichts nachsteht. Und wieder bin ich maechtig beeindruckt, wie solch ein Power-Sound von nur drei Leuten in der Band ausgehen kann.
Ein weiterer Beweiss wird direkt mit der Eroeffnungs-Nummer „I Got Nothing“ geliefert. Diese kompromisslose Einstellung bekommst du heute einfach nicht mehr an jeder Strassenecke gereicht.
Bezeichnend ist aber auch das die DoGs den PAGANS-Song „Her Name Was Jane“ covern und dieser auch direkt als erste Single dient. Im dazugehoerigen Video hat uebrigens auch der PAGANS-Saenger Mike Hudson einen Gastauftritt.
Das Album der DoGs ist wirklich so unglaublich gut! Glaubt es!
Bleibt nur die Frage offen: Wer bringt die Band auf Tour nach boring Germany?
( * * * * * + )

 

Montag, 16. Januar 2012

THE MACHINES CD

THE MACHINES
s/t CD
( Angels in Exile Records / The Machines , Release Date: Dezember 2011 )
Auch die Band THE MACHINES, aus der Stadt Southend-on-Sea in der englischen Grafschaft Essex gelegen, wurde mir wie so zig andere „One Chord Wonders“ auch, von JOHN PEEL in seiner Radioshow „Rock Today“ auf BFBS naeher gebracht.
Im Mai/Juni 1978 spielte er den Song „Everythings Technical“ von der „True Life“-EP. Ein absoluter Wahnsinns-Killer zu der Zeit!!!!
Wie ich spaeter feststellen konnte, als ich mir die Scheibe selbst zulegte, hatte JOHN PEEL mal wieder direkt den besten Song unter den insgesamt vier Darbietungen ausgewaehlt.
Kurz nach der EP-Veroeffentlichung war die Band allerdings schon wieder Geschichte. Tja, so schnell ging das manchmal damals…..
Im Laufe der letzten 34 Jahre wurde die EP natuerlich zum gesuchten Sammlerstueck unter den KBD-Vinyljunkies.
„1977 Records“ aus Japan verschaffte ein wenig Abhilfe, indem das Label Anfang 2011 die Platte neu auflegte. Na ja, fuer hartgesottene KBD-Spezialisten eigentlich kein echter Trost, die sind selbstverstaendlich Tag und Nacht auf der Pirsch nach dem Vinyl-Ursprung. Und so ging beispielsweise im Oktober 2011 bei eBay das Original fuer exakt 319,55 EUR ueber den virtuellen Ladentisch. Wuerde mich jetzt nur mal interessieren in was fuer einer Auflage damals die Platte ueberhaupt rausgekommen ist. Auf jeden Fall wurde sie im Mai 2006 im Record Collector als „one of the 100 Most Collectable Punk Records“ aufgefuehrt.
2004 trat Dizzy von „Detour Records“ an die Band heran, weil Gitarrist und Saenger Nick Paul ein altes Tape mit zwei LiveDemo-Aufnahmen von 1977 gefunden hatte. Dizzy veroeffentlichte die Songs „Racing“ und „You Better Hear“ wenig spaeter auf der vierten Ausgabe des „Bored Teenagers“-Sampler.
Nick Paul reaktivierte THE MACHINES. An seiner Seite waren nun mit Stephen Reddihough (Bass) und Steve Pegrum (Drums) zwei Musiker, die ebenfalls in den spaeten 70er Jahren in Bands aus der unmittelbaren Nachbarschaft gespielt hatten. Man kannte sich also schon vorher.
Das Line-Up funktionierte und 2007 kamen die ersten zehn Studioaufnahmen zustande, u.a. mit einer Neueinspielung von „Racing“, der auf der CD den Opener markiert.
Die Aufnahmen wurden 2011 schlussendlich fertig gemastert und sind der CD-Hauptteil. Als Bonus-Tracks wurden die 77er-Demos und die „True Life“-EP angefuegt. So hat man alles huebsch beieinander.
Nun, die alten Lieder sollten mittlerweile bekannt sein. Eben der typisch aggressive pure Punkrock-Sound der 70er. Am ehesten zu vergleichen vielleicht mit den BLEACH BOYS oder den PSEUDO EXISTORS.
Bei den aktuelleren Liedern versucht die Band eher an Rock’n’Roll-Punk Rhythmen anzuknuepfen. Ich war lange hin und her am ueberlegen, woran mich dieser Sound erinnert und zum Schluss war es klar wie Klossbruehe, es klingt ungefaehr nach einer verlangsamten Version der fruehen FORGOTTEN REBELS.
„Weekend“, „Girl In Black“ und „Chain Gang“ stechen dabei gut hervor.
Allerdings haetten insgesamt alle Songs dabei durchaus noch ein wenig mehr Pep vertragen koennen, so leid es mir auch tut, ich wuerde lieber was anderes schreiben, aber es ist mir persoenlich ein wenig zu hueftsteif ausgefallen.
Die sechs Bonus-Tracks reissen da natuerlich einiges wieder raus. Und nicht zu vergessen, das 16-seitige Farb-Booklet, mit Bandgeschichte, Konzertplakate und ganz wichtig, alle Texte sind abgedruckt. In dem Fall hat man wirklich an alles gedacht.
Die CD ist uebrigens die Debuet-Release auf dem Label des Schlagzeugers.
( * * * * + )

 

Dienstag, 03. Januar 2012

THE SKIDS - “The Singles Collection 1978-1981” DoCD-Boxset

THE SKIDS
“The Singles Collection 1978-1981” DoCD-Boxset
( Captain Oi! Records , Release Date: November 2011 )

Nach der U.K. SUBS-Box nun schon die zweite Veroeffentlichung in dieser recht ansprechenden Optik. Wieder gibt es zwei CDs, dazu ein 20-seitiges Booklet mit Informationen zu jeder Single plus Cover, und obendrauf noch der aktuelle „Captain Oi!“-Katalog.
Insgesamt 33 Tracks, allesamt re-mastered von der ersten Single „Charles“ bis zu ihrer letzten 7inch „Iona“. Inklusiver aller B-Seiten!
Exakt 13 Singles haben die schottischen SKIDS innerhalb von nur vier Jahren rausgeballert, als wenn es nichts waere und dazu kamen noch vier Alben! Ende der 70er/Anfang der 80er war das bei vielen Bands fast die Regel. Und dann auch noch das Niveau zu halten, bis fast zum Schluss. Die Geschichte lehrt uns, das die ersten Veroeffentlichungen einer Band immer die Besten bleiben, doch die SKIDS bewiesen Durchhaltevermoegen und fielen erst nach der elften Single „Woman In Winter“ etwas ab.
Als die SKIDS im Winter 1978 bei JOHN PEEL mit ihrer ersten Single „Charles“ (No Bad Label) lief, dachte ich nur, schon wieder so eine neue Band, die mir sofort gefiel. Ein paar Wochen spaeter hatte ich mir die Single zugelegt. Damals wusste ja niemand wirklich, wohin es mit all diesen Bands hingeht. Es haette auch durchaus sein koennen, dass man nach dieser 7inch nichts mehr von den SKIDS hoeren wuerde. Aber die Band hatte Glueck. Nach dem Erfolg ihrer ersten Session fuer JOHN PEEL, nahm „Virgin Records“ sie unter Vertrag. Und dann nahm die Geschichte seinen Lauf….
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