D-GENERATION
Auf der Europa-Tour von Green Day
spielten als Vorprogramm im Winter 1998 D-Generation. Ich schaute mir beide
Bands am 05. Februar in der Koelner „Live Music Hall“ an. Ganz klar, da musste
auch ein Interview her. So konnte ich dann, dank der guten Organisation des
Promoters im Backstage-Bereich ein und ausgehen. Das Interview mit Jesse Malin
fiel dann fuer mich speziell recht mager aus, da mit mir zusammen noch zwei
Leute, die ich entfernt kannte, hauptsaechlich die Fragen stellten. Und dabei
kam wirklich nichts Neues an Informationen rueber. Ausserdem war es mir viel zu
anstrengend dem Stimmenwirrwarr im Raume zufolgen, da am anderem Ende des
Tisches die komplette Mannschaft von Green Day sassen und ihre Mahlzeit zu sich
nahmen und auch nicht gerade wirklich leise am reden waren. Lustig fand ich
noch, das der Promoter mich nach dem Zusammentreffen mit Jesse Malin fragte, ob
ich nicht noch ein paar Fragen an Green Day haette. „No!“, war meine knappe,
aber bestimmte Antwort. Ich hatte wirklich keine Fragen auf Lager und war in
erster Linie nur wegen D-Generation vor Ort!
Kurz vor der Show konnte ich dann noch mal kurz backstage gehen, um ein paar
Poser-Fotos zu machen. Ein paar Minuten spaeter gingen auch schon die Lichter
aus und D-Generation gingen auf die Buehne.
Fuer die ersten drei Lieder gesellte ich mich dann in die Absperrung vor der
Buehne zu der Security. Ich verknipste den kompletten Film. Exakt nach dem
dritten Song tippte mich einer von der Security auf die Schulter und sein
aeusserst zuvorkommender Blick verriet mir, mach dat du Land gewinnst, Ollen!
Ich quetschte mich wieder ins gemeine Volk und verfolgte weiter das Konzert. Den
Song „She Stands There“ widmete Jesse unserem Fanzine: “This one is for the 3RD
Generation Nation!” Den Schluss bildete dann das Reagan Youth-Cover „Degenerated“.
Ansonsten wurden viele neue Songs gespielt, die auf ihrer letzten Studioscheibe
„Through The Darkness“, dank der beschissenen Politik ihres Label erst Anfang
1999 erscheinen sollte. Optisch sowie musikalisch waren D-Generation ein
Highlight der ´90er. Eine Band, die es leider nie zum endgueltigen Durchbruch
schaffte, wobei hauptsaechlich das Plattenlabel die Schuld traf. Bis zu ihrem
Split im April 1999 blieben sie stets eine New Yorker Band. Heute bin ich
wirklich sehr froh, das ich die Band wenigstens einmal mal live erleben konnte.
Bericht und Fotos von RALF REAL
SHOCK








Dieses Foto uebrigens erschien auf dem Cover im DIN A 3 Format des 3RD GENERATION NATION No. 11 / Fruehjahr 1998